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steckschlüsselsatz gesucht


Autor Nachricht
Verfasst am: 19. 04. 2016 [17:47]
Kerper
Marco
Themenersteller
Dabei seit: 10.04.2016
Beiträge: 14
Hallo,

da ich nur einen alten unvollständigen Billig Knarrenkasten habe muss nun entlich mal etwas neues her.

Was sollte enthalten sein:

- kleine/große ratsche mit beiden verlägerungen und gelenk.

- normale bits und schrauberziehergriff brauch ich nicht. falls es dabei is machts auch nichts.

Ich hab bei dem Überangebot und Massen an verschiedenen Marken den Überblick verloren.

Ausgeben will ich 60- bis 100.

Könnt Ihr mir einen Tipp geben, in welchen Steckschlüsselsatz ich investieren sollte?

Gruß
Verfasst am: 20. 04. 2016 [02:24]
SammyDavis
M.Ahl
Dabei seit: 30.03.2016
Beiträge: 12
Hy Marco-
Keine Billigheimer kaufen wenn Du damit was Korrektes arbeiten willst. Kaum etwas ist ärgerlicher als eine geplatzte Nuss am Samstagnachmittag und aufgerissene Finger welche beim Abrutschen die Folge sindicon_cry.gificon_evil.gifbanghead.gif. Glaube mir. Und auch eine rund gelaufene Ratsch geht mit der Zeit ins Geld. Mit den Wochen wird dann Dein Knarrenkasten zum Qualitätswerkzeug, wenn Du alles nacheinander beim Fachhandel – einzeln und teuer- nachkaufen musst. Halte Dich an Hersteller wie z.B. Gedore, Hazet oder Stahlwille, um nur mal einige beim Namen zu nennen. Glaube mir, Geiz ist nicht Geil, nur Dumm! Wenn Du also öfters mal das Werkzeug rausholst, hält das dann ewig und wird Dir immer wieder Freude bereitenicon_razz.gif. Es sei denn Du bist ein Gelegenheitsschrauber der Zweimal im Jahr ein Werkzeug im die Hand nimmt. Dann natürlich, reicht so ein Dreigeldachtzig-Baumarktkasten.
Gruss, Sammy


[Dieser Beitrag wurde 1mal bearbeitet, zuletzt am 20.04.2016 um 02:25.]
Verfasst am: 20. 04. 2016 [07:46]
hz-martin
Martin Wilcke
Dabei seit: 03.06.2003
Beiträge: 148
Selbst Gelegenheitsschraubern würde ich von Grabbeltisch-Werkzeugen und Discounter-Angeboten abraten. Die Standzeit (Haltbarkeit) ist so begrenzt, dass nach kurzer Zeit die Spitzen von Schraubendrehern verrunden, verbiegen oder abscheren. Die aufgeplatzte Nuss oder die Knarre mit defektem Innenleben wurde bereits erwähnt. Hinzufügen sollten man noch, dass die Maßhaltigkeit von Discounter-Werkzeugen oft unterirdisch ist: eine 12 mm Nuss kann dann auch mal 'etwas zu groß sein' da der Stahl zu weich ist. Wenn man dann die Kombination mit zu weichem Schraubkopf hat, verrundet dieser ebenfalls. Hier wäre mir eine gute Nuss mit 'Wellenprofil / Traktionsprofil...' sehr wichtig, da die Kraft auf eine größere Fläche übertragen wird.

Die Alternativen im Oberklassebereich (Hazet und Co. wurden bereits genannt.
Für Gelegenheitsschrauber bieten sich dann die Marken Proxxon, Vigor usw. an.
Etwas zwiespältig stehe ich der Marke 'Mannesmann' gegenüber. Die Rezensionen sind in der Regel gut aber ein 130teiliger Satz unter 50 Euro... da muss einfach an der Qualität gespart worden sein...

Die Amazon Rezensionen bieten generell aber schon mal einen guten Anhaltspunkt.

–––
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Ich bin hier Foren-Admin und betreue im HAZET-Marketing u.a. die Bereiche Produkt-Datenbank, DTP, EBV.
Neben dem beruflichen Interesse an Werkzeugen aller Art, ergänze ich dieses Wissen mit persönlichen Erfahrungen durch die Arbeiten rund um's Haus.
Im Forum bemühe ich mich, wertneutral zu moderieren und Beiträge so zu beantworten, dass auch Wettbewerbsunternehmen neutral berücksichtigt werden.
Verfasst am: 21. 04. 2016 [16:05]
Kerper
Marco
Themenersteller
Dabei seit: 10.04.2016
Beiträge: 14
Vielen Dank euch beiden für die ausführlichen Antworten. Ich neige nun auch dazu etwas mehr Geld in die Hand zu nehmen um wirklich lange Freude an dem Knarrenkasten zu haben. Bisher habe ich das Werkzeug zwar nicht so oft benötigt, aber das soll sich in Zukunft auch ändern.

Habe mich nochmal etwas belesen. Folgendes ist mir nicht ganz klar: "Der Umschaltmechanismus der Ratsche sollte dabei nicht zu leichtläufig sein, damit die Arbeit mit wenigen Handgriffen erledigt werden kann. Ist die Ratsche hingegen zu leichtgängig müssen mehrere Arbeitsschritte erfolgen, die zeitlich wiederrum aufhalten, was sich gerade in gewerblichen Betrieben als negativ erweist, da Zeit bekanntlich Geld ist." Quelle: hxxp://www.knarrenkasten-experte.de

Was genau ist hier mir der leichtläufigkeit des Umschaltmechanismus gemeint?

Beste Grüße
Kerper
Verfasst am: 21. 04. 2016 [20:25]
Kerper
Marco
Themenersteller
Dabei seit: 10.04.2016
Beiträge: 14
Frage hat sich erledigt. Hab nochmal drüber nachgedacht und die meinten wohl, dass das drehen nicht zu leicht von statten gehen soll, da man sonst mehrere Wiederholungen durchführen muss bis die Schraube etc. richtig fest sitzt.
Verfasst am: 22. 04. 2016 [08:18]
hz-martin
Martin Wilcke
Dabei seit: 03.06.2003
Beiträge: 148
Im klassischen Sinn ist mit Umschaltmechanismus die Kombination aus Knarr-Rad, Sperrstück und entweder Schalthebel oder Drehknopf gemeint (hier gibt es auch noch Speziallösungen von z.B. Carolus oder Wera)

Gelangt Schmutz in das Knarrengehäuse kann dieser die die Mechanik in der Knarre blockieren; die Knarre geht dann schwergängig. Schwergängig kann eine Knarre auch sein, wenn die Bauteile nicht aufeinander abgestimmt oder falsch zusammengebaut sind. In diesem Fall ist mehr Kraftaufwand beim Verschrauben notwendig.

Mit dem Umschaltmechanismus kann aber auch gemeint sein, dass der Hebel bzw. Drehknopf leichtgängig zu betätigen sein sollte; also die Betätigungsrichtung mit einem Finger umzuschalten sein sollte. Geht der Hebel aber zu leichtgängig oder hat sogar deutliches Spiel in der Knarre, kann es sein, dass sich die Betätigungsrichtung von alleine beim Verschrauben ändert – extrem ärgerlich und für mich ein Grund, so ein 'Werkzeug' direkt in die Tonne zu befördern.

Was Marco Kerper nun meint, ist der 'Betätigungswinkel': Je feiner die Zähne (bzw. Anzahl der Zähne am Knarr-Rad), um so weniger muss ich die Knarre in engen Schraubsituationen neu ansetzen. Eine Feinzahn-Knarrre hat typischerweise 72 Zähne und damit einen Betätigungswinkel von nur 5°; das heißt, dass ich das Knarrenende nur um wenige Millimeter bewegen muss, um zum nächsten 'Zahn' zu kommen. Bei einer normalen Knarre sind es ca. 20 bis 30 Zähne und ein Winkel zwischen 12° und 18° - ein deutlich größerer Betätigungsweg. Da kann es dann vorkommen, dass ich die Knarre von der Schraube abnehmen muss und per Hand zur nächsten 'Ratschenstellung' drehen muss (hier sind dann Doppelsechskant- (bzw. Zwölfkant-) Steckschlüssel von Vorteil.
Der Nachteil: Feinzahnknarren sind deutlich teurer und – bedingt durch die feinere Verzahnung – auch störanfälliger.

Nur am Rande erwähnt: selbst Knarren von Markenherstellern können im harten Alltag auch mal kaputt gehen. Einen guten Hersteller erkannt man daran, dass er auch Ersatzteilsätze anbietet, die den Bruchteil einer neuen Knarre ausmachen;
Kurz gegoogelt: z.B. Hazet und Gedore bieten für ihre Knarren auch Ersatzteile an.

–––
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Verfasst am: 22. 04. 2016 [16:44]
Kerper
Marco
Themenersteller
Dabei seit: 10.04.2016
Beiträge: 14
Hey Martin, dass ist mal eine umfangreiche und verständliche Antwort - wenn es hier möglich wäre, würde ich den Beitrag werten!

Vielen lieben Dank icon_smile.gif

[Dieser Beitrag wurde 1mal bearbeitet, zuletzt am 22.04.2016 um 16:44.]
Verfasst am: 23. 12. 2016 [17:52]
Jörgi
Jörg
Dabei seit: 23.12.2016
Beiträge: 3
"Kerper" schrieb:

Vielen Dank euch beiden für die ausführlichen Antworten. Ich neige nun auch dazu etwas mehr Geld in die Hand zu nehmen um wirklich lange Freude an dem Knarrenkasten zu haben. Bisher habe ich das Werkzeug zwar nicht so oft benötigt, aber das soll sich in Zukunft auch ändern.

Habe mich nochmal etwas belesen. Folgendes ist mir nicht ganz klar: "Der Umschaltmechanismus der Ratsche sollte dabei nicht zu leichtläufig sein, damit die Arbeit mit wenigen Handgriffen erledigt werden kann. Ist die Ratsche hingegen zu leichtgängig müssen mehrere Arbeitsschritte erfolgen, die zeitlich wiederrum aufhalten, was sich gerade in gewerblichen Betrieben als negativ erweist, da Zeit bekanntlich Geld ist." Quelle: hxxp://www.knarrenkasten-tests.de

Was genau ist hier mir der leichtläufigkeit des Umschaltmechanismus gemeint?

Beste Grüße
Kerper


Mit der Leichtläufigkeit ist denke ich gemeint, dass der Umschaltmechanismuss der Knarre perfekt abgestimmt sein muss. Sie sollte sich weder aus versehen von alleine Umschalten- zu leichtläufig, auf der anderen Siete aber auch nicht zu streng sein, damit man den Mechanismus noch mit einem Fing/Hand umschalten kann. Das ist einer der Kompromisse, den die guten Werkzeuge hinbekommen und der Billigkram meist nicht. icon_wink.gif
Verfasst am: 02. 02. 2017 [12:47]
alexanderjung
Alexander Jung
Dabei seit: 02.02.2017
Beiträge: 1
Das passt ja wie die Faust aufs Auge. Ich suche auch einen neuen Steckschlüssel-Satz. Das sind hier ja tolle Informationen zu diesem Thema. icon_biggrin.gif
Verfasst am: 02. 02. 2017 [15:24]
hz-martin
Martin Wilcke
Dabei seit: 03.06.2003
Beiträge: 148
Ich habe dann mal den Affiliate-Link aus dem Profil von 'Herrn Jung' gelöscht und die neue Einweg-Mailadresse in den Spamfilter eingetragen…
Hinweis an die Affiliate-Spammer: sucht euch bitte ein anderen Forum!

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